mittlerweile habe ich auch meine dias alle mal gesehen, jetzt geht es ans aussortieren, digitalisieren, bearbeiten usw.
ich werde in diesem blog also noch weiter über neuseeland berichten, jetzt mit fotos.
den anfang macht ein video-zusammenschnitt aus kaikoura:
die lokale bike-gang, oder auch
"me and my bike"
die münchner soll das video schon mal auf donnerstag (christi himmelfahrt) einstimmen, denn ich organisiere gerade eine gemütliche radtour in den münchner norden.
viel spass mit meinem kleinen film
wünscht euch der sannefisch
die bay of plenty haben wir dann auch noch abgefahren, bei schoenstem strandwetter und mit einem sehr schoenen hostel zwischendrin in opotiki. mount manganui war auch sehr nett, toller ausblick vom berg am meer.
dann haben wir noch ne halbe woche campingurlaub auf der coromandelhalbinsel gemacht, noch nen kurzen abstecher nach raglan (surfer gucken...) und dann die letzte nacht wieder im brown kiwi in auckland, wo ich tatsaechlich noch einen bekannten traf: riaan aus suedafrika wohnte schon im dezember in dem hostel und wird wohl auch noch ne zeit bleiben... die letzte person, mit der ich sprach (ausser joerg natuerlich) war auch die erste, so bekam meine reise einen runden abschluss.
ja, meine reise ist nun schon vorbei. ich sitze im flughafen von bangkok und versurfe mein letztes thaigeld im internetcafe. auch ne gute art, die zeit bis zum flug nach muenchen (so um die 15 stunden) rumzukriegen... neben schlafen auf nem ziemlich bequemen sofa, thailaendische comics im fernsehen sehen, mit anderen reisenden quatschen etc.
aber ich wollte noch mal ein bisschen von neuseeland erzaehlen. auf der nordinsel war ich nur noch selten im internet weil wir meist abgeschieden gezeltet haben.
unser eastcape-sunrise:
ein grosses ziel von mir in neuseeland war, den ersten sonnenaufgang der welt (=am oestlichsten punkt neuseelands) zu sehen, verbunden mit dem herrlichen ausblick, den man von dem leuchtturm dort am east cape hat. das sind ja gleich zwei highlights auf einmal!!!
zunaechst war mein plan, in rotorua eine mitfahrgelegenheit dorthin zu finden - busse fahren dort nicht hin, auto mieten alleine ist zu teuer und macht auch nicht so viel spass. aber alle leute mit auto waren (gerade) schon dort gewesen ("war total schoen da, guck mal meine fotos...") und dann war es auch nicht so klug, um silvester herum hinzufahren, weil die idee mit dem ersten sonnenaufgang im jahr 07 natuerlich auch sehr, sehr viele leute hatten...
also wurde das der plan fuer meine rueckker zur nordinsel mit joerg (ist ja auch viel romantischer so...).
von wellington aus liessen wir uns drei tage anreisezeit bis te araroha, einem kleinen maoriort an der strasse zum kap. im westen regnete es massig, im sueden in den bergen viel der erste schnee, aber wir bekamen meistens sonne ab. der plan war, in te araroha auf dem heruntergekommenen holidaypark ("mit kino" laut lonely planet, aber "ja, das hatten wir mal, ist jetzt kaputt..." lautete die antwort der managerin) eine nacht zu zelten, morgens um 5:30 aufzustehen und dann die 20 km schotterstrasse zum leuchtturm zu fahren. aber dieser zeltplatz ist der einzige in nz mit abgeschlossenem tor ueber nacht, was uns niemand sagte, weswegen wir morgens schoen bloed hinter verschossener tuer standen...
toll! und dafuer war man nun so frueh aufgestanden!
zum glueck konnten wir aber wenigstens zu fuss ans meer und waren dann an einem schoenen strand ganz alleine beim ersten morgenlicht. und immerhin regnete es nicht. und der sonnenaufgang war wirklich schoen. und ich fand noch kurz vorher das passende musikstueck in meinem handy als soundtrack dazu. und wir konnten dann noch ungestoert fruehstueck-picknick am strand machen. und wir haben den leuchtturm dann halt eine stunde spaeter oder so besucht, war immernoch sehr schoen. und statt 500+ stfen wie im lonely planet waren es 703 stufen zum leuchtturm!
nee, war dann wirklich ein bleibendes erlebnis und insgesamt sehr schoen.
... gibt es diesmal auf joergs voxblog.
da kann man von delphinen und schwimmen und fahrradfahren lesen.
heute noch ein highlight: wir haben einen baum gepflanzt. in kaikoura. einen native rimu tree. hat joerg noch nicht von geschrieben... gehen gleich in den pub, deshalb ist nun schluss.
1. wahlpflicht
dienstag, 20.02.07 ist fuer die bbh-hostels wahltag. jeder backpacker muss alle hostels, in denen er genaechtigt hat, bewerten. ich hatte eine von 9000 stimmen und konnte immerhin 17 unterkuenfte und 62 naechte mit noten versehen. daraus wird dann der neue bbh-guide (die backpackerbibel) erstellt
2. autofahren
seit mittwoch, 21.02.07 bin ich unter den neuseelaendischen autofahrern unterwegs. bin zunaechst eine woche einen alten blauen honda mit ein paar beulen und macken gefahren: wie war das nochmal? blinker rechts, scheibenwischer links, gangschaltung auch links - verdammt... nee, hat eigentlich gleich geklappt, selbst rueckwaerts anfahren am berg...dunedin ist eine sehr schoene, wenn nicht sogar die schoenste stadt, aber sehr huegelig und steil! war erst auf der otago peninsula fuer meine fahrpraxis und um albatrosse und wilde pinguine zu beobachten.
habe dann sonntag ganz cool und wie die anderen locals joerg vom flughafen in christchurch abgeholt.
den donnerstag danach haben wir dann unseren (fast) neuwagen mit automatikgetriebe bekommen, wesentlich weniger charakter als der alte, aber dafuer schoen klein (daihatsu) und wieder in dunedin.
das neue auto sieht nach ein paar tagen gravelroads in den catlins (suedosten der suedinsel, sehr wenig besiedelt, daher unbefestigte strassen, viel staub etc.) aber nun auch schon autentischer aus.
3. 30 werden
das ende meiner 20er haben joerg und ich dann im suedwesten der suedinsel verbracht. am 5.3.07 zweifeln wir auf dem doubtful sound an der atemberaubenden schoenheit des fjords :-)
wirklich schoen, auch wenn die sonne erst ab spaetnachmittags strahlt! trinke frisches wasser aus einem wasserfall und die totale stille in einem seitenarm des fjords laesst mir kalte schauer ueber den ruecken laufen.
und abends gibt es einen wunderschoenen sonnenuntergang ueber dem lake manapouri, ein stilvolles ende eines schoenen tages.
einen tag nach dem ploetzlichen wintereinbruch lande ich im hochsommer. wir sind in wanaka, der ruhigeren alternative zur party-queenstown, im inland der suedinsel am idyllischen lake wanaka.
hier bade ich im see, uebe mich im kajakfahren auf kristallklarem wasser, erlebe schoene sonnenauf- und untergaenge (natuerlich nicht ganz so schoen wie am meer ;-) und wandere auf den 1587m hohen mount roy mit herrlichen ausblicken auf die stadt, die taeler und umliegenden schneebedeckten berge des mount aspiring nationalparks.
letztere wanderung starten wir frueh am morgen, damit uns die sonne nicht schon beim aufstieg verbrutzelt. aber der berg hat es in sich... zweieinhalb stunden stetig steil bergauf... susanne ist nicht die einzige, die da ins schwitzen kommt... oben angekommen ziehen nach kurzer zeit dicke wolken auf, die uns den abstieg im pulli ermoeglichen, aber es regnet nicht und auf halbem weg ist die sonne zurueck. und die sechs km zurueck nach wanaka muessen wir nicht mal laufen, wir bekommen einen lift von zwei mitwanderern in ihrem auto - danke!!!
den naechsten tag muss ich dann mein angeschwollenes knie ein bisschen schonen und im eiswasser des sees kuehlen...
joerg hat mir neulich ein paar fotos vom muenchener winter mit schnee
geschickt. war ganz nett. hab mir gedacht, ein bisschen schnee und eis
kann man sich ja doch mal antun im februar...
bin nach franz josef gefahren (ja, klingt sehr nach oesterreich, ist es
auch), war mir zu viel, daher weiter nach fox, viel netter. habe eine
gefuehrte wanderung auf dem eis unternommen, nur 20 km vom meer
entfernt, fast auf meereshoehe und bei weiterhin sommerlichen
temperaturen. ich spreche von einem gletscher. und zwar ein riesiger
solcher, der von vielen kleineren gespeist wird und trotz der globalen
erderwaermung zunimmt (oder sogar durch jene). sehr eindrucksvoll, wie
sich diese riesige eismasse fortbewegt, ueberall hoert man es knacken
und krachen und plaetschern. man kann es zwar nicht sehen, aber
erahnen: taeglich wandert er ca 20 cm dem meer entgegn. manchmal tun
sich kleine hoehlen aus eis vor einem auf, manchmal tiefe spalten. und
das eis ist nicht weiss sondern hellblau!
aber nach einem tag auf dem eis habe ich genug vom winter. es geht weiter weg vom meer, in die berge.
abschied von der westkueste mit einem letzten sonnenuntergang.
viel schoener als geymouth ist hokitika. haette ich nicht gedacht, da
es eine sehr touristische stadt ist, alle kaufen hier pounami
(greenstone / jade), oder suchen am strand danach.
aber hoki ist tatsaechlich nett: sehr freundliche menschen, eines der
schoensten hostels meiner reise (birdsong), bessere infrastruktur,
schoenere gebaeude, mehr kirchen (3 zu 0.5 in grey), gepflegtere
wanderwege in der umgebung oder am hokitikafluss entlang. nachts
leuchten gluehwuermchen in der naehe des hostels fuer umsonst. es gibt
sogar einen alten leuchtturm, allerdings nicht mehr in betrieb.
hier verbringe ich drei wunderschoene sommertage.
greymouth. hier endet eine der schoensten zugfahrten der welt, die
reise mit dem tranzalpine von christchurch ueber den arthurs pass. man
denkt, das muss eine schoene stadt sein, ausserdem die groesste der
westkueste, mit ca 13.000 einwohnern (oder so). greymouth heisst
uebersetzt graumund - die stadt an der muendung des grey-flusses, der
eigentlich nichts mit der farbe zu tun hat sondern mit einer person.
aber mir erscheint die stadt trotz alledem sehr grau. selbst das gute
wetter kann dem nicht abhelfen. ich erklimme einen der lookouthuegel am
stadtrand, der schon lange nicht mehr erklommen wurde, so dicht, wie
die disteln hier wachsen.
ich laufe auf dem deich des flusses entlang zum meer. das dauert ewig,
weil man durch ein industriegebiet und entlang einer riesigen lagune
ohne bruecke gehen muss. ohne auto oder fahrrad ist man ziemlich
aufgeschmissen. ich erreiche trotzdem das meer und bin vom strand nicht
wirklich angetan. als ich auch noch (zum ersten mal in nz) bloed
angemacht werde von ein paar vorbeifahrenden jungs am sonst leeren kai,
steht fuer mich fest, hier kann ich nicht bleiben.
ich goenne mir teures thaiessen (war gut!), unterhalte mich mit meinen
fast ausschliesslich israelischen mitbewohnern im hostel und gehe frueh
ins bett.
greymouth braucht man nicht.
die groesseren touren wandern wir zusammen...
das ist zum beispiel eine wunderschoene wanderung in punakaiki im
paparoa national park, durch regenwald, an zwei fluessen entlang und
durch einen davon hindurch. verschiedenste farnarten von klitzeklein
bis baumhoch kommen ins blickfeld. da es an der westkueste eigentlich
immer regnet (nur nicht in der zeit, in der ich da bin :-) ist alles
gruen. auch die baumstaemme selbst sind moosbewachsen oder von rot
bluehenden ratabaeumen (!) und anderen pflanzen umschungen, so
dass man haeufig nicht sehen kann, welche blaetter denn nun zu welchem
gewaechs gehoeren und was tatsaechlich baum ist und was nicht. ein
einziges dickicht wie im film.
und abends die schoensten sonnenuntergaenge. westkueste halt.
eine ausnahme bildet greymouth, dazu mehr im naechsten bericht.
on Me and my bike